Fair Play – Fair Pay!

Infos und handfeste Unterstützung für Hamburger Sportvereine

Viele Akteur:innen im Sport haben realisiert: Es reicht nicht mehr aus, wenn auf dem Spielfeld von „fair play“ geredet wird. Auch die Arbeiter:innen – fernab vom Spielfeld -, die Textilien, Bälle, Schienbeinschoner oder Schuhe herstellen, müssen ins Feld gerückt werden. Sie brauchen faire Löhne, abgesicherte Arbeitsplätze und besseren Arbeitsschutz. Wie das gehen soll?

„Mein Sport wird Fair!“ heißt: Wir geben euch nicht nur Denkanstöße, sondern auch ganz konkrete Unterstützung, damit Ihr schnellstmöglich aktiv werden könnt – und euer Sportverein nachhaltiger. Mit einem starken Kooperationspartner an unserer Seite – dem Hamburger Sportbund – sowie als Teil des bundesweiten Netzwerks „Sport handelt Fair“ profitiert ihr dabei von geballter Kompetenz in Sachen Fairness.

Wir bringen den Ball mit euch ins Rollen

Ob Trainingsbesuch, Workshop oder Beratung – wir unterstützen euch! Und das kostenlos.

Unsere Angebote für euren fairen Verein

Coole Produkte für euren Verein

Faire Bälle, Trikots, Fanartikel oder Snacks – es gibt viele Möglichkeiten den Fairen Handel in den Verein zu holen.

Fair gehandelte Sportartikel findet ihr hier

Die Zeit ist reif – für mehr Nachhaltigkeit im Sport

Die Thematik ist aktueller denn je und das Thema Nachhaltigkeit und Fairness ist endgültig auch im Sport angekommen. Um nur die wichtigsten Beispiele zu nennen:

  • Die Deutsche Fußball-Liga hat jüngst den Grundsatz der Nachhaltigkeit in ihrer Präambel aufgenommen und Nachhaltigkeit zum Lizensierungskriterium
  • Die Landessportbünde sehen soziale und ökologische Verantwortung bei der Beschaffung und der Ausrichtung von Sportvereinen als elementaren Baustein der zukünftigen Ausrichtung des Sports.
  • Projekte wie Zukunft Profifußball haben die soziale Verantwortung des (Profi)Sports erkannt und stellen sich den aktuellen Problematiken.

Rund um das Spielfeld gibt es derzeit auch in Hamburg sehr viel Bewegung beim Thema Fairnes. So kooperieren wir mit dem Hamburger Sportbund, der sich als großer regionaler Sportverband explizit für die Stärkung des Fairen Handels im Sportbereich ausgesprochen hat – nachzulesen im gemeinsamen Letter of Intent.

„Für den ETV ist das Thema Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit. Auch der Bereich Fairer Handel und fairer Sport sind da natürlich wichtige Komponenten. Wir stellen gerade unsere komplette Büroorganisation um und ordern dementsprechend fair gehandelte Produkte. Auch unsere Veranstaltungen werden nach nachhaltigen Gesichtspunkten ausgerichtet. Wir wollen mit unserem Engagement auch unsere Mitglieder dazu bewegen, sich im Alltag nachhaltiger, fairer und bewusster zu verhalten.“

Friederike van der Laan (Pressesprecherin, Eimsbütteler Turnverband e.V.)

Chance und Herausforderung: Die Europameisterschaft 2024

Selbst die UEFA hat die Zeichen der Zeit erkannt und forderte zur Ausrichtung der EM 2024 in Deutschland von allen Host Cities ein Nachhaltigkeitskonzept. Hamburg hat hierbei bereits ein deutliches Zeichen gesetzt. Doch es ist noch Luft nach oben – denn wir finden, auch der Amateur- und Freizeitsport muss mitgedacht werden. Aus diesem Grund bieten wir mit unserer Kampagne allen Vereinen konkrete Unterstützung, Beratung und sinnvolle Angebote zur Vernetzung. Seid ihr jetzt dabei?

2019 wurden in Deutschland ca. 8 Milliarden Euro für Sportartikel und Bekleidung ausgegeben. Der Markt ist riesig. Große Markenfirmen haben die Sportausstattung professionalisiert und fest im Alltag der Menschen etabliert. Die Gewinne, die die Sportartikelhersteller erzielen, gehen zum allergrößten Teil jedoch an den Menschen in den Produktionsländern des Globalen Südens vorbei. Meist bleibt nicht mal 1% des Verkaufspreises bei den Näher:innen.

Die Menschen arbeiten ohne Mindestlöhne, nicht selten 7 Tage die Woche ohne geregelte Pausenzeiten, können sich auf keine Arbeitsverträge berufen oder sich in einer Gewerkschaft oder einem Betriebsrat organisieren. Oftmals sind nicht nur schlechte hygienische Bedingungen und kein sauberes Trinkwasser am Arbeitsplatz gesundheitliche Risiken, sondern auch mangelnder Arbeitsschutz in Form von ungeschütztem Umgang mit Chemikalien oder großer Hitze. Bei Krankheit gibt es keine Absicherung, es droht der direkte Verlust des Arbeitsplatzes. Kinderarbeit ist zwar international geächtet und wird somit in den Fabriken nicht mehr offiziell praktiziert. Doch gibt es immer noch Betriebe, die in Heimarbeit produzieren und auch noch Kinder zur Arbeit einsetzen. So oder so verdienen die Eltern in den Fabriken oftmals so wenig, dass die Kinder einer Arbeit nachgehen müssen, um das Überleben der Familie zu sichern.

Arbeit unter fairen Bedingungen beinhaltet:

  • Einhaltung von Gesundheits- und Arbeitsstandards: dazu gehören geregelte Pausen- und Arbeitszeiten, bezahlter Urlaub, gekennzeichnete Notausgänge, Zugang zu Trinkwasser, Arbeitsschutz bei gefährlichen Tätigkeiten
  • Ausschluss von Kinderarbeit und Diskriminierung, Gleichbehandlung der Geschlechter
  • Absicherung im Krankheitsfall
  • bessere Entlohnung für Arbeitende sowie ein Arbeitsvertrag
  • gewerkschaftliche Aktivitäten der Mitarbeitenden werden gewünscht und durch prozentuale Fairtrade-Abgabe finanziell unterstützt

Ihr wollt noch mehr wissen?

Dann empfehlen wir euch einen Blick in folgende Broschüren zu werfen…

… oder diesen Kurzfilm anzuschauen: