Wann ist ein Produkt fair?


Der Bergriff „fair“ ist gesetzlich nicht geschützt, die Vielfalt der Zeichen daher groß. Kein Wunder, dass oft von einem „Siegeldschungel“ gesprochen wird. Im Prinzip reicht es jedoch, einige wesentliche Sachen zu beachten.

Viele Menschen kennen fair gehandelten Kaffee, Tee oder Schokolade. Auch dass es das Lieblingsobst der Deutschen, die Banane, fair gehandelt gibt (schon ganz ordentliche 17% kommen in die Läden!), ist großteils bekannt. Der Faire Handel hat aber noch sehr viel mehr zu bieten: Faire Fußbälle, faires Gold oder faire Mode – und jede Menge hochwertige Handwerksprodukte.

Fair gehandelte Produkte erkennen

Grundsätzlich lassen sich zwei Gruppen von fair gehandelten Produkten unterscheiden: 1. Produkte von Unternehmen, die ausschließlich Fairen Handel betreiben und 2. Produkte, die durch die Kennzeichnung mit einem Produktsiegel verdeutlichen, das sie entsprechend den Richtlinien des Fairen Handels hergestellt wurden.

1. 100% Fair-Händler

100% Fair-Händler sind Unternehmen, die ausschließlich Fairen Handel betreiben, wie z.B. die GEPA, El Puente, WeltPartner oder el rojito. Ihre Produkte findest du in den über 10 Hamburger Weltläden, aber teilweise auch in Bioläden, in der Gastronomie, im konventionellen Einzelhandel sowie in Online-Shops.

Anerkannte Fair-Handels-Unternehmen (100%-Fair-Händler) stehen mit ihrer gesamten Unternehmenspolitik hinter den Grundsätzen des Fairen Handels, z. B.:

Weltläden, die Fachgeschäfte für Fairen Handel, bieten die größte Auswahl an fair gehandelten Produkten.

2. Produktsiegel für Fairen Handel

Alle Unternehmen haben die Möglichkeit bestimmte Produkte zu kennzeichnen, die entsprechend den Richtlinien des Fairen Handels hergestellt wurden. Diese sind das Fairtrade-Siegel, Fair for Life und für fair gehandelte Bioprodukte das Naturland Fair-Siegel. Diese Zeichen findet man vor allem auf Produkten von Unternehmen, die nur einen Teil ihrer Waren als „fair“ zertifizieren lassen. Ihre Produkte findest du größtenteils in Supermärkten, Bioläden, teilweise in Discountern, in der Gastronomie oder in Online-Shops. Das SPP-Zeichen ist von Kleinproduzent:innen entwickelt worden und vertritt insbesondere deren Interessen.

Als Faustregel gilt also: Produkte aus Fairem Handel erkennt man am Verkauf in Weltläden, an den Marken anerkannter Fair-Handels-Importeure, an dem Label der World Fair Trade Organization (WFTO) und an den anerkannten Produktsiegeln des Fairen Handels.

Die folgenden Produktsiegel stehen für Fairen Handel. Die Einhaltung der Kriterien des Fairen Handels wird unabhängig kontrolliert:

Das Label der World Fair Trade Organization (WFTO) wird an Unternehmen vergeben, die ausschließlich Fairen Handel betreiben und über das Garantiesystem der WFTO nachgewiesen haben, dass sie alle Kriterien des Fairen Handels erfüllen.

Du möchtest noch mehr erfahren? Dann wirf einen Blick in die Broschüre des Forum Fairer Handel zu „Monitoring und Zertifizierung im Fairen Handel“.

Fair gehandelte Produkte in Hamburg

Fair gehandelte Produkte gibt es mittlerweile über die ganze Stadt verteilt. „Hamburg, mach dich Fair!“ bietet jede Menge Gelegenheiten, die Vielfalt und die hohe Qualität dieser Produkte kennenzulernen. Ein ganz besonderes Produkt ist der „Fairmaster“ – eine Kaffeemischung, exklusiv für die Welthandelsstadt Hamburg zusammengestellt.