Projektbeschreibung:

Siebter Hamburger Fair Trade Hochschulwettbewerb

„Hamburg! Handelt! Fair! – Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für den Fairen Handel“

Fair Trade Stadt Hamburg und Innovations Kontakt Stelle Hamburg haben den Hochschulwettbewerb gemeinsam vor sechs Jahren ins Leben gerufen, um den Fairen Handel in Hamburg zu stärken und Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen zu initiieren.

Hamburg! Handelt! Fair! bringt Hochschulen und Wirtschaft zusammen, um für die Praxis anwendbare Ergebnisse zu erzielen. Zudem stellt er Unternehmen, die sich für den Fairen Handel engagieren bzw. zukünftig aktiv(er) werden möchten, der Öffentlichkeit vor und sensibilisiert die Studierenden für die Aufgaben und Hintergründe eines gerechten Welthandels. Bisher haben 27 Unternehmen und acht Hochschulen mit über 600 Studierenden am Wettbewerb teilgenommen.

Damit soll auch in Coronazeiten nicht Schluss sein! Daher laden wir Sie herzlich ein auch, in diesem Jahr dabei zu sein. Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir natürlich sehr flexibel planen und bitten Verständnis dafür zu haben, dass wir noch nicht alle Termine nennen können und ggf. im Laufe des Wettbewerbs Vor-Ort-Veranstaltungen zu Offline-Events umgestaltet werden müssen (umgekehrt würde es uns natürlich freuen!).

Jeweils ein Hochschulteam entwickelt im Rahmen eines Seminares im Wintersemester 2021/2022 für ein Partnerunternehmen

  • ein Konzept zur Verbesserung der Kommunikation bereits angebotener fairer Waren und zur Steigerung deren Absatzes (Schwerpunkt: Marketing/Kommunikation)

oder

  • eine Analyse inwiefern die Einführung fair gehandelter Produkte für das Unternehmen geeignet ist (bestehender Produkte oder Neuentwicklung). (Schwerpunkt: Strategische Produkteinführung). Wenn die Analyse ergibt, dass die Aufnahme fair gehandelter Produkte als gewinnbringend erachtet wird, kann – nach vorheriger Absprache – auch bereits ein Marketing/Kommunikationskonzept entwickelt werden.

Das Konzept wird nach den individuellen Gegebenheiten, Ressourcen und Zielgruppen des Unternehmens ausgerichtet. Die Ergebnisse werden von einer Jury in einem Pitch bewertet und die Siegerteams bei einer Abschlussveranstaltung gekürt.

Es werden voraussichtlich sechs Kooperationsprojekte parallel umgesetzt.

Initiatorinnen

Die Fair Trade Stadt Hamburg und die Innovations Kontakt Stelle Hamburg möchten mit dem Projekt zur Stärkung des Fairen Handels in der Metropolregion Hamburg sowie der Zusammenarbeit und Vernetzung der beteiligten Akteuren/-innen aus Wirtschaft und Wissenschaft beitragen.

Schirmherrschaft

Michael Westhagemann, Senator der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, ist für die Schirmherrschaft angefragt.

Zeitraum

Durchführungszeitraum sind die Monate September/Oktober bis Dezember 2021. Der genaue zeitliche Rahmen ist von den Semesterzeiten der Hochschulen abhängig und wird individuell mit den Unternehmen abgestimmt.

Rahmenprogramm

Eine gemeinsame Auftakt- und Abschlussveranstaltung bilden den Rahmen des Projekts:
In der Auftaktveranstaltung (voraussichtlich am Abend des 28., 29., oder 30. September) lernen die Wissenschaftler/-innen und Studierenden die Unternehmen Fragestellungen und Motivation der Teilnahme und den Fairen Handel kennen. Die Veranstaltung wird entweder an der Hochschule Fresenius und Akademie für Mode und Design oder online stattfinden.

Unternehmen sind eingeladen, sich, die Bedeutung fair gehandelter Produkte in ihrem Sortiment bzw. ihr Vorhaben und ihr Engagement für den Fairen Handel vorzustellen. Bei einer Veranstaltung vor Ort haben sie die Möglichkeit ihre fairen Produkte vor Ort auf einem Tisch zu präsentieren, sofern dies die Pandemie-Regularien erlauben.

Am 14. Dezember findet die Jurysitzung, bei der die Studierenden ihre Konzepte vorstellen, statt. Die Jury besteht aus Vertreter/-innen des Handels, der Fair Trade Stadt, der Wissenschaft sowie Praktiker/-innen. Ob die Sitzung an einer Hochschule oder online stattfinden wird, wird evtl. zeitnah zur Veranstaltung entschieden werden müssen.

In einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung (voraussichtlich am Abend des 15. oder 16. Dezember) werden die Ergebnisse präsentiert und die besten Teams gekürt. Die ersten drei Konzepte werden in Form besonderer Urkunden ausgezeichnet. Die Unternehmen sind eingeladen, bei der Veranstaltung ein Feedback an ihr kooperierendes Hochschulteam zu richten. Für die Veranstaltung ist das Rathaus angefragt.  Die Rückmeldung zum Projekt an die Studierendenteams werden wir selbstverständlich auch aufnehmen, sollten wir diese Veranstaltung online durchführen müssen.

Kosten

Der Großteil der Kosten liegt erfahrungsgemäß für die Unternehmen in der Umsetzung der Konzepte nach dem Projekt und die personellen Ressourcen während des Projektraums.

Die Finanzierung der Fair Trade Stadt umfasst in erster Linie die Kosten der Promotorenstelle von Frau Christine Priessner. Für die Umsetzung des Projekts – insbesondere die Durchführung der rahmengebenden Veranstaltungen, die Gewinne der Studierenden sowie für die Pressearbeit und fotografische Begleitung – ist die Fair Trade Stadt auf externe Gelder angewiesen.

Daher wird für die Teilnahme von den Unternehmen ein Beitrag von 200,00 Euro erhoben. Der Mobile Bildung e.V., Träger der Fair Trade Stadt, stellt gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Des Weiteren bitten wir in Absprache mit den betreuenden Professor/-innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen, den Studierenden der kooperierenden Hochschule bei der Vorstellung der finalen Ergebnisse im Unternehmen ein kleines fair gehandeltes Dankeschön – wenn möglich auch gerne aus dem eigenen Sortiment – zukommen zu lassen.

Motivation für Hochschulen und Studierende

Die Hochschulen können zum einen Kontakte zu Unternehmen knüpfen, zum anderen ihre Identifikation mit (der Metropolregion) Hamburg und dem Konzept des Fairen Handels in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen. Das Projekt bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit, theoretische Marketing- und Strategiekenntnisse zur praktischen Anwendung zu bringen.

Das Matching von Hochschule und Unternehmen

Die Anbahnung der Kooperationsprojekte wird im Vorfeld durch die Innovations Kontakt Stelle Hamburg vorgenommen und ist kostenfrei.

Fairer Handel

Die steigenden Umsatzzahlen fair gehandelter Waren zeigen, dass die Produkte be- und anerkannter sind als in den Jahren zuvor. Unternehmen, die diesen Trend aufnehmen und faire Produkte in ihr Sortiment integrieren, gewinnen eine größere Anerkennung unter konsumbewussten Verbraucher/-innen. Auch zahlreiche Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg

haben faire Produkte im Sortiment, machen sich auf den Weg dorthin und engagieren sich zusätzlich für den Fairen Handel. Der Hochschulwettbewerb unterstützt diese Aktivitäten und soll sie bekannter machen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Engagement für den Fairen Handel gemäß Definition der World Fair Trade Organization (WFTO). Auf die Nennung bzw. Darstellung bestimmter Siegel des Fairen Handels (z.B. Fairtrade, GEPA) sollte daher verzichtet werden. Vor allem geht es um das Verständnis von Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in benachteiligten Ländern. Fairer Handel bedeutet nicht allein mehr Konsum fair gesiegelter Produkte, sondern vielmehr die individuelle Situation benachteiligter Produzenten/-innen zu erkennen und daraus persönliche oder unternehmerische Handlungsmaßnahmen abzuleiten. Der Faire Handel als sozialer Standard  sollte also im Konzept sichtbar werden.

 

Öffentlichkeitsarbeit*

Zu den Veranstaltungen werden Vertreter/-innen der Stadt und der Presse eingeladen:

Pressemitteilung

Stimmen zum Hochschulwettbewerb

Die Unternehmen und Hochschulen nutzen den Wettbewerb für ihre Öffentlichkeitsarbeit:

EBC Hochschule Hamburg

ISM Hochschule

Hochschule Fresenius

Schanzenbäckerei (20.12.2019)

Jan Spille*Schmuck

Der Wettbewerb hat landes- und bundesweite Aufmerksamkeit hervorgerufen:

Business-on.de

Fairtrade Deutschland

GoldschmiedeZeitung online

Hamburgs Stadtmagazin OXMOX

TextilWirtschaft 

Die Fair Trade Stadt berichtet über ihre Kanäle wie Homepage und Newsletter zum Wettbewerb. Die IKS hat über unterschiedliche Medien der Handelskammer Hamburg Artikel über den Wettbewerb publiziert und auf die Veranstaltungen aufmerksam gemacht:

Magazin „Hamburger Wirtschaft“

Broschüre „Innovation durch Kooperation“, S. 25f

*ausgewählte Beispiele

Weitere Informationen zur Fair Trade Stadt Hamburg:

Die Projektstelle Fair Trade Stadt Hamburg wurde 2010 geschaffen und schärft durch entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit sowie durch Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit das Bewusstsein für die Probleme des Welthandels und fördert damit den Fairen Handel. Ziel der Fair Trade Stadt ist es, den Fairen Handel dauerhaft in Hamburg zu verankern. Dabei geht es einerseits um ein vertieftes Verständnis für die Thematik und andererseits um ein aktives „Anpacken“ von Seiten der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Das Augenmerk richtet sich besonders auf Verwaltung, öffentliche Unternehmen, Wirtschaft sowie Politik.

Informationen zur Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg:

Die Innovations Kontakt Stelle Hamburg ist die Anlauf- und Schaltstelle für alle Kooperationsinteressierten aus der Hamburger Wirtschaft und Wissenschaft, die Kontakte zur jeweils anderen „Seite“ suchen. Sie feiert in diesem Jahr ihr 10jähriges Jubiläum. Die IKS wird hälftig von der Handelskammer Hamburg und der Freien und Hansestadt Hamburg getragen.