Decolonize Trade!

Als „Tor zur Welt“ und ehemalige Hauptstadt des deutschen Kolonialismus ist Hamburg bis heute ein zentraler Knotenpunkt globaler Lieferketten – und profitiert weiterhin von Strukturen, die von kolonialen Kontinuitäten geprägt und durch das globale Wirtschaftssystem fortgeschrieben werden.

Gleichzeitig trägt Hamburg den Titel „Fairtrade-Town.“ Der Faire Handel entstand aus der Solidarität mit den neu unabhängigen Gesellschaften des Globalen Südens. Doch auch er ist als Bewegung aus dem Globalen Norden nicht frei von kolonialen Mustern.

In unserer Veranstaltungsreihe erkunden wir seit 2025, wie koloniale Strukturen Wirtschaft und Handel bis heute prägen – und wie dekoloniale Perspektiven alternative Zukünfte entwerfen können.

Die einzelnen Veranstaltungen werden hier fortlaufend veröffentlicht. Veranstaltung verpasst? Kein Problem, du kannst dir die Mitschnitte auf unserem YouTube-Kanal anschauen!

 

Weiterführende Informationen

Gummiflechterei und Schlauchfertigung bei der Phoenix AG (Ausstellung „Grenzenlos – Kolonialismus, Industrie und Widerstand" im Museum der Arbeit 2020 | Carl Timm, Staatsarchiv Hamburg)
Die illegale Mine „Cobre Panamá“ liegt im Naturschutzgebiet und lieferte Kupfer für das Unternehmen Aurubis mit Sitz in Hamburg. Foto: Isaías Ramos González, CIAM
Abfahrt der "Alexandra Woermann" mit deutschen Soldaten nach Namibia, wo sie den ersten Genozid des 20. Jhd an den Herero und Nama verübten (Foto: Bundesarchiv)
Die Skulptur soll die Geschichte und Herkunft der Kaffee-Bohne darstellen. Sie steht auf der Coffee-Plaza in der Hafencity, Sitz der Neumann Kaffee Gruppe (NKG), die beschuldigt wird, 2001 in Uganda 4000 Menschen für ihre Kaffee Plantage Kaweri Coffee Planation vertrieben zu haben. Foto: Pauli-Pirat (lizenfrei)

Dieses Projekt wird gefördert von:

Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung