Geheime Lieferketten? vom African Terminal zur Goldraffinerie

Termin : Di., 09.06.2026, 19:30

Im African Terminal organisierten Neu-Hamburger aus Gambia, Ghana und Nigeria gemeinsam mit Kulturschaffenden Seehandel zwischen Hamburg und Westafrika. Als zugleich Business-School und künstlerische Intervention gerät das Terminal schnell durch die rassistische Polizeigewalt auf St. Pauli unter Druck.

Doch im Geheimen wird weiter getüftelt: In Kooperation mit der Serwaa Kesse Girls Senior High School in Duayaw Nkwanta (Ghana) gründen Idona Asamoah, Joseph Sam Essandoh und das Kollektiv geheimagentur eine alternative Goldraffinerie. Ziel ist die Etablierung einer alternativen Gold-Lieferkette, in der Gold-Endprodukte und die entsprechenden Profite an die Communities zurückgeführt werden, die unter den Folgen des Abbaus leiden.

Hamburg bezeichnet sich mit Blick auf seinen Hafen oft als „Tor zur Welt“. Doch wem steht das Tor offen, und welche Welten eröffnen sich abseits seiner Pforten? An diesem Abend erkunden wir alternative Lieferketten, sprechen über Repression und Polizeigewalt, entwerfen neue Zukünfte für den Hafen und suchen nach anderen Zugängen zum Welthandel.


Beteiligte:

Mitglieder des African Terminal, entstanden im Rahmen des künstlerischen Projekts FREE PORT BAAKENHÖFT

Idona Asamoah ist Künstler, Fotograf, Kurator und Gründungsmitglied von Nine.875 e. V. Er engagiert sich u.a. bei Then and now Contemporary Africa Art Hamburg. Mit seiner Ausstellung „Moving Bridges: SOUTHnorth“ und dem kommenden Projekt „Die Goldraffinerie“ beschäftigte er sich mit den Auswirkungen des Goldabbaus.

Das Künstler*innen- Kollektiv geheimagentur setzt sich für das Recht auf Hafen, feministische Seefahrt und dekoloniale Lieferketten ein. Die Performances der geheimagentur lassen eine andere Realität im Kleinen entstehen und öffnen Fluchtwege aus den Ökonomien der Verknappung.

Moderation: Canê Çağlar ist politische Bildnerin, Moderatorin, Doktorandin und Bildungswissenschaftlerin. Ihre Schwerpunkte umfassen insb. strukturelle Diskriminierung, Dekolonisierung sowie Bildungsgerechtigkeit.


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