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Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur unter gewissenlosen Geschäften deutscher Unternehmen. Zum Jahrestag des Brands in der KiK-Zulieferfabrik in Pakistan startet ein Bündnis von Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen eine bundesweite Kampagne. Die Initiative Lieferkettengesetz setzt sich für den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt ein.

In den letzten Jahren ereigneten sich weltweit immer wieder schreckliche Katastrophen, an denen deutsche Unternehmen mit ihren Geschäften direkt oder indirekt beteiligt waren: 258 Menschen starben 2012 beim Brand einer Textilfabrik in Pakistan, in der KiK als Hauptkunde produzierte; in Brasilien
verloren durch den Dammbruch von Brumadinho 246 Menschen ihr Leben, Flüsse und Trinkwasser sind verseucht – obwohl eine Tochter des deutschen Unternehmens TÜV Süd den Damm als sicher zertifiziert hatte; und BASF kauft weiter Platin im Millionenwert aus der Marikana-Mine, obwohl dort 2012 bei einem Streik für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen 34 Arbeiter erschossen wurden. Bislang müssen Unternehmen für solche Schäden in globalen Lieferketten kaum Konsequenzen fürchten. Das wollen wir ändern:

Wer Schäden anrichtet, muss Verantwortung übernehmen.

Deswegen braucht es einen gesetzlichen Rahmen.

Hier können Sie den Leitfaden zum Lieferkettengesetz herunterladen und andere Materialen finden.

In Hamburg startete ein Bündnis bestehend aus Agrarkoordination e.V., Goliathwatch e.V., Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED), Mobile Bildung e.V. und Weltladen Harburg, um die Kampagne lokal in Hamburg zu unterstützen.

Am 23.09.2019 gibt es dazu ein Fachgespräch, organisiert vom Bündnis, in der Elbfaire. Die Veranstaltung “Menschenrechte sind nicht verhandelbar – Ein Gesetz als beste Lösung?” beginnt um 11 Uhr im Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg.