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Die vorliegende Studie untersucht die Arbeitsbedingungen von Fabrikarbeiter*innen und Pflücker*innen auf Teeplantagen im indischen Bundesstaat Assam, der größten Tee produzierenden Region Indiens. Sie zeigt, dass die Arbeiter*innen auf den Plantagen unter Hungerlöhnen und giftigen Pestiziden leiden und von den Plantageninhabern fast vollständig abhängig sind. Die Studie erklärt die komplexen Lieferverbindungen nach Deutschland und die menschenrechtliche Verantwortung der deutschen Unternehmen und zeigt das Machtungleichgewicht in der internationalen Lieferkette auf: Gut 86 Prozent des Konsumentenpreises verbleiben bei den deutschen Supermärkten und Teeherstellern, nur 1,4 Prozent erreicht die Arbeiter*innen. „Schwarzer Tee, weiße Weste“ ist Teil einer Reihe von Oxfam-Berichten, die immer wieder Menschenrechtsverstöße entlang der Lieferketten von deutschen Unternehmen belegen.

Die Studie basiert auf zwei von Oxfam beauftragten Recherchen: Forscher*innen des Tata Institute of Social Sciences (TISS) der Forschungsuniversität Mumbai haben auf 50 Plantagen in Assam 510 Arbeiter*innen befragt und ihre Antworten quantitativ und qualitativ ausgewertet. Das Forschungsinstitut BASIC (Bureau for the Appraisal of Social Impacts for Citizen information) hat für Oxfam außerdem Daten zu Handel und Marktkonzentration in den Wertschöpfungsketten für Tee aus Assam analysiert.

Schwarzer Tee, weiße Weste. Menschenrechtsverletzungen auf Teeplantagen in Assam und die Verantwortung deutscher Unternehmen

PDF | 2,31 mb

BASIC: Study of Assam Tea Value Chains (research report)

PDF | 2,78 mb

TISS project report: Decent Work for Tea Plantation Workers in Assam. Constraints, Challenges and Prospects

PDF | 2,22 mb