8. Hamburger Fair Trade Hochschulwettbewerb „Hamburg! Handelt! Fair! – Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für den Fairen Handel“

Die Fair Trade Stadt Hamburg und die Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg haben den Hochschulwettbewerb gemeinsam vor sieben Jahren ins Leben gerufen, um den Fairen Handel in Hamburg zu stärken und Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen zu initiieren.

„Hamburg! Handelt! Fair!“ bringt Hochschulen und Wirtschaft zusammen, um für die Praxis anwendbare Ergebnisse zu erzielen. Zudem stellt er Unternehmen, die sich für den Fairen Handel engagieren bzw. zukünftig aktiv(er) werden möchten, der Öffentlichkeit vor und sensibilisiert die Studierenden für die Aufgaben und Hintergründe eines gerechten Welthandels. Bisher haben 29 Unternehmen und acht Hochschulen mit über 650 Studierenden am Wettbewerb  teilgenommen.

Damit soll auch in Krisenzeiten nicht Schluss sein! Daher laden wir Sie herzlich ein, in diesem Jahr dabei zu sein. Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir weiterhin sehr flexibel planen und bitten um Verständnis dafür, dass wir ggf. im Laufe des Wettbewerbs Vor-Ort-Veranstaltungen zu Online-Events umgestaltet werden müssen.

Jeweils ein Hochschulteam entwickelt im Rahmen eines Seminares im Wintersemester 2022/2023 für ein Partnerunternehmen

  • ein Konzept zur Verbesserung der Kommunikation bereits angebotener fairer Waren und zur Steigerung deren Absatzes (Schwerpunkt: Marketing/Kommunikation). Im Sinne des Fairen Handels sollten die erarbeiteten Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen idealerweise nicht nur auf die Absatzsteigerung fair gehandelter Produkte abzielen, sondern so gestaltet sein, dass sie gleichermaßen für den Fairen Handel selbst bzw. die Vorteile für die beteiligten Produzent:in-nen im Globalen Süden aufmerksam machen/sensibilisieren.
    oder
  • eine Analyse inwiefern die Einführung fair gehandelter Produkte für das Unternehmen geeignet ist (bestehender Produkte oder Neuentwicklung). (Schwerpunkt: Strategische Pro-dukteinführung). Wenn die Analyse ergibt, dass die Aufnahme fair gehandelter Produkte als gewinnbringend erachtet wird, kann – nach vorheriger Absprache – auch bereits ein Marketing/Kommunikationskonzept entwickelt werden.

Das Konzept wird nach den individuellen Gegebenheiten, Ressourcen und Zielgruppen des Unternehmens ausgerichtet. Die Ergebnisse werden von einer Jury in einem Pitch bewertet und die Siegerteams bei einer Abschlussveranstaltung gekürt. Es werden voraussichtlich fünf Kooperationsprojekte parallel umgesetzt.

Initiatorinnen
Die Fair Trade Stadt Hamburg und die Innovations Kontakt Stelle Hamburg möchten mit dem Projekt zur Stärkung des Fairen Handels in der Metropolregion Hamburg sowie der Zusammenarbeit und Vernetzung der beteiligten Akteur:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft beitragen.

Schirmpatenschaft
Schirmpatin ist in diesem Jahr Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Zeitraum
Durchführungszeitraum sind die Monate September/Oktober bis Dezember 2022. Der genaue zeitliche Rahmen ist von den Semesterzeiten der Hochschulen abhängig und wird individuell mit den Unternehmen abgestimmt.

Rahmenprogramm
Eine gemeinsame Auftakt- und Abschlussveranstaltung bilden den Rahmen des Projekts: Die Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr Donnerstag, den 22. September 2022 um 18 Uhr im Rahmen der Fairen Woche statt. Hier lernen Wissenschaftler:innen, Studierende und Unternehmensvertreter:innen sich gegenseitig und die Projektschwerpunkte der anderen Gruppen kennen. Die Veranstaltung wird entweder an der Hochschule Fresenius oder online stattfinden.
Unternehmen stellen, die Bedeutung fair gehandelter Produkte in ihrem Sortiment bzw. ihr Vorhaben und ihr Engagement für den Fairen Handel vor. Bei einer Veranstaltung vor Ort haben sie die Möglichkeit ihre fairen Produkte vor Ort zu präsentieren, sofern dies die Pandemie-Regularien erlauben.

Am Dienstag, den 13. Dezember 2022 findet die Jurysitzung, bei der die Studierenden ihre Konzepte vorstellen, statt. Die Jury besteht aus Vertreter:innen des Handels, der Fair Trade Stadt, der Wissenschaft sowie Praktiker:innen. Unternehmensvertreter:innen können als „stille Beisitzer:innen“ bei dem Pitch ihrer kooperierenden Hochschule teilnehmen. Die Pitches umfassen jeweils zehn Minuten plus einer fünfminütigen Fragezeit der Jury. Ob die Sitzung an einer Hochschule oder online stattfinden wird, wird evtl. zeitnah zur Veranstaltung entschieden werden müssen.

In einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am Montag, den 19. Dezember 2022 um 19 Uhr werden die Ergebnisse präsentiert und die besten Teams gekürt. Die ersten drei Konzepte werden in Form besonderer Urkunden ausgezeichnet. Unternehmensvertreter:innen geben bei der Veranstaltung ein Feedback an ihr kooperierendes Hochschulteam. Die Veranstaltung findet im Rathaus statt.

Benefit für Ihr Unternehmen
Sie erhalten neue Konzepte und Ideen für Ihr Fair Trade-Marketing bzw. die Beantwortung der Frage, ob sich die Einführung fair gehandelter Produkte für Ihr Unternehmen lohnt. Sie erhalten direkten Kontakt zu potentiellen Nachwuchskräften und Austausch mit Wissenschaftler:innen im Bereich Marketing/Corporate Social Responsibility (je nach kooperierender Hochschule). Zudem können Sie den Wettbewerb für Ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Eine Pressemitteilung und Fotos der Veranstaltungen werden Ihnen in der Regel von uns zur Verfügung gestellt.

Kosten für Sie und uns

Der Wettbewerb wird durch die Fair Trade Stadt finanziert. Personalkosten der Promotorenstelle von Christine Prießner und von Katharina Keienburg werden über die jeweiligen Hauptamtlichen Stellen finanziert. Für die Umsetzung des Projekts – insbesondere die Durchführung der rahmengebenden Veranstaltungen (Auftaktveranstaltung) sowie die Pressearbeit und fotografische Begleitung – ist die Fair Trade Stadt auf externe Gelder angewiesen. Daher wird für die Teilnahme von den Unternehmen ein Beitrag von 200,00 Euro erhoben. Der Mobile Bildung e.V., Träger der Fair Trade Stadt, stellt gerne eine Spendenbescheinigung aus. In der Projektphase investieren die Unternehmen personelle Ressourcen je nach ihren Möglichkeiten.

Des Weiteren bitten wir in Absprache mit den betreuenden Professor:innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen, den Studierenden der kooperierenden Hochschule bei der Vorstellung der finalen Ergebnisse im Unternehmen ein kleines fair gehandeltes Dankeschön – wenn möglich auch gerne aus dem eigenen Sortiment – zukommen zu lassen.

Motivation für Hochschulen und Studierende
Die Hochschulen können zum einen Kontakte zu Unternehmen knüpfen, zum anderen ihre Identifikation mit (der Metropolregion) Hamburg und dem Konzept des Fairen Handels in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen. Das Projekt bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit, theoretische Marketing- und Strategiekenntnisse zur praktischen Anwendung zu bringen.

Das Matching von Hochschule und Unternehmen
Die Anbahnung der Kooperationsprojekte wird im Vorfeld durch die Innovations Kontakt Stelle Hamburg vorgenommen und ist kostenfrei.

Fairer Handel
Die steigenden Umsatzzahlen fair gehandelter Waren zeigen, dass die Produkte be- und anerkannter sind als in den Jahren zuvor. Unternehmen, die diesen Trend aufnehmen und faire Produkte in ihr Sortiment integrieren, gewinnen eine größere Anerkennung unter konsumbewussten Verbraucher:innen. Auch zahlreiche Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg haben faire Produkte im Sortiment, machen sich auf den Weg dorthin und engagieren sich zusätzlich für den Fairen Handel im Kontext eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses. Der Hochschulwettbewerb unterstützt diese Aktivitäten und soll sie bekannter machen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Engagement für den Fairen Handel gemäß der Definition der World Fair Trade Organization (WFTO) und/oder des Fairtrade-Standards. Vor allem geht es um das Verständnis von Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in Billig- und Niedriglohnländern. Fairer Handel bedeutet nicht allein mehr Konsum fair gesiegelter Produkte, sondern vielmehr die individuelle Situation benachteiligter Produzent:innen zu erkennen und daraus persönliche oder unternehmerische Handlungsmaßnahmen abzuleiten. Der Faire Handel als sozial-ökologischer Standard sollte also im Konzept sichtbar werden.

Die Fair Trade Stadt berichtet in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram und Twitter) als auch über die Homepage und im Newsletter zum Wettbewerb. Die IKS hat über unterschiedliche Medien der Handelskammer Hamburg Artikel über den Wettbewerb publiziert und thematisiert den Wettbewerb ebenfalls in ihren Social Media Kanälen (Twitter, Instagram und LinkedIn): Die Fair Trade Stadt und die IKS Hamburg begleiten gerne auch medial die erfolgreiche Umsetzung der Ergebnisse im Unternehmen.

Öffentlichkeitsarbeit

Zu den Veranstaltungen werden Vertreter:innen der Stadt und der Presse eingeladen:

Pressemitteilung

Stimmen zum Hochschulwettbewerb

Die Unternehmen und Hochschulen nutzen den Wettbewerb für ihre Öffentlichkeitsarbeit:

ISM Hochschule

Hochschule Fresenius

Northern Business School

Der Wettbewerb hat landes- und bundesweite Aufmerksamkeit hervorgerufen:

Hamburger Wirtschaft Jan 2022

Broschüre „Innovation durch Kooperation“, S. 25f

Business-on.de

Fairtrade Deutschland

GoldschmiedeZeitung online

Hamburgs Stadtmagazin OXMOX

TextilWirtschaft 

Die Fair Trade Stadt berichtet in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram und Twitter) als auch über die Homepage und im Newsletter zum Wettbewerb. Die IKS hat über unterschiedliche Medien der Handelskammer Hamburg Artikel über den Wettbewerb publiziert und thematisiert den Wettbewerb ebenfalls in ihren Social Media Kanälen (Twitter, Instagram und LinkedIn):

Die Fair Trade Stadt und die IKS Hamburg begleiten gerne auch medial die erfolgreiche Umsetzung der Ergebnisse im Unternehmen.

Beispiele für die Öffentlichkeitsarbeit und Projektumsetzung durch Unternehmen finden sich in der Projektbeschreibung des diesjährigen Hochschulwettbewerbs: