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Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel

Samstag 15.09.2018 | 17 – 19:30 Uhr

Ort: Rathauspassage, Unter dem Rathausmarkt, S-Bahn Station: Jungfernstieg

Veranstalter: Fair Trade Stadt Hamburg in Kooperation mit der Gemeinwohl Ökonomie Hamburg

Moderation: Karin Heuer (Referentin für Umwelt + Bildung)

Gäste: Dr. Anke Butscher (corsus und GWÖ Beraterin), Anna Wolf von El Puente (GWÖ-bilanzierte Fairhandels-Importorganisation), Nelson Perez von ANAPQUI (Quinoa-Produzent von El Puente)

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich seit über 40 Jahren dafür ein, dass Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung die Werte für Handelsstrukturen und -praktiken bilden: allen beteiligten Akteuren der Lieferkette soll durch ihre Arbeit ein angemessener und würdiger Lebensstandard ermöglicht werden. Der Faire Handel stellt nicht die Mehrung des Finanzgewinns in den Fokus, sondern den Aufbau stabiler, gerechter und gemeinschaftlicher Lieferketten – und hat damit enge Schnittstellen zu einer Gemeinwohlbilanz.

Der Faire Handel gibt den (benachteiligten) Produzent*innen weltweit die Möglichkeit, sich unabhängig von Machtkonzentrationen der globalen Player und jenseits von Main-Stream-Märkten zu positionieren. Einige Instrumente des Fairen Handels sind unter anderem die Zusicherung fester Rohstoffpreise und die Zahlung von Vorschüssen und Prämien. Transparenz und partnerschaftliche Ansätze entlang der Lieferkette sind dafür wichtige Ansätze.

Gemeinsam wollen wir über Verständnisse von Gemeinwohl und Gemeinwohlökonomie reden und Schnittstellen zum Fairen Handel identifizieren. Dr. Anke Butscher von der GWÖ Hamburg wird dazu einen profunden Einblick geben. Im Rahmen einer Gemeinwohlbilanz hat die Fairhandels-Importorganisation El Puente ihre Handelsstrukturen offengelegt und berichtet im GWÖ-Salon über diesen Prozess. Sie gibt Einblicke, wie unnötiger Zwischenhandel ausgeschaltet und gerechter Lohn an die Produzent*innen weitergeben werden kann. Zu Gast ist auch Nelson Perez von der bolivianischen Kooperative ANAPQUI und Handelspartner von El Puente, die Quinoa unter fairen Bedingungen anbaut, weiterverarbeitet und handelt. Viele Mitglieder von ANAPQUI können den Klimawandel im Hochland von Bolivien spüren, er verändert ihr Leben und die Anbaubedingungen für Quinoa. Im Gespräch erfahren wir, wie ANAPQUI als Kooperative in Bolivien Gemeinwohl versteht und welche Herausforderungen dabei zu überwinden sind. Welche Bedeutung hat das Gemeinwohl im Fairen Handel und welche Entwicklungen und Instrumente sind notwendig, um das Gemeinwohl in Lieferketten weiter zu stärken?

Anbei der Flyer für mehr Informationen.

Anmeldung unter christina.holst@ecogood.org.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Quelle: El Puente

ANAPQUI ist ein Zusammenschluss von acht hauptsächlich indigenen Genossenschafen im südlichen Hochland von Bolivien und vertritt die Interessen von über 1.500 Familien in 90 Gemeinden.

Ziel der Organisation ist es die Produktion von Quinoa, dem Wunderkorn der Inka, anzukurbeln und so die Situation der Kleinbauenfamilien zu verbessern.

Quelle: El Puente

Die Fairhandelsorganisation El Puente existiert seit Beginn der 1970er Jahre und gehört damit zu den Pionieren der Fairhandelsbewegung in Europa.

Die Produkte von El Puente werden aussschließlich von Kleinbauernkooperativen, kleinen Familienbetrieben und lokalen Fairhandels-Organisationen bezogen, welche die Produzenten vor Ort unterstützen.

Flyer Gemeinwohl Ökonomie Hamburg