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	<title>Allgemeines Faire Woche 2018-Archiv - Fair Trade Stadt Hamburg</title>
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		<title>Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel</title>
		<link>https://www.fairtradestadt-hamburg.de/erfolgreiche-veranstaltung-zu-fairem-handel-und-gemeinwohl-mit-gast-aus-bolivien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fair Trade Stadt Hamburg Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2018 10:41:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Faire Woche 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Faire Woche 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel Rückblick zum GWÖ-Salon am 15.09.2018 als Beitrag zur Fairen Woche 2018 in den Räumen der Rathauspassage Hamburg Eine andere Welt ist möglich! Und eine andere Wirtschaft auch! Viele Menschen weltweit bewegt und vereint der Wunsch nach fairen, solidarischen Handelbeziehungen als Alternative zu profitorientierten,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.fairtradestadt-hamburg.de/erfolgreiche-veranstaltung-zu-fairem-handel-und-gemeinwohl-mit-gast-aus-bolivien/">Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.fairtradestadt-hamburg.de">Fair Trade Stadt Hamburg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel</h1>
<h3><em>Rückblick zum GWÖ-Salon am 15.09.2018 als Beitrag zur Fairen Woche 2018 in den Räumen der Rathauspassage Hamburg</em></h3>
<p>Eine andere Welt ist möglich! Und eine andere Wirtschaft auch! Viele Menschen weltweit bewegt und vereint der Wunsch nach fairen, solidarischen Handelbeziehungen als Alternative zu profitorientierten, auf den eigenen Vorteil ausgelegten Marktmechanismen. Denn ganz ohne Konsum kommen selbst die Kapitalismuskritiker_innen der ersten Stunden selten aus. Irgendetwas Unabdingbares muss dann doch mal gekauft werden.  Aber wo und was man bei wem kauft – sei es eine Dienstleistung, ein Produkt, ein Lebensmittel – ist eine Entscheidung, mit der man Einfluss auf die intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit nehmen kann.</p>
<p>Geld ist nicht das Ziel, sondern das Mittel des Wirtschaftens, beschreibt Dr. Anke Butscher, GWÖ Beraterin und Mitglied im Netzwerk der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die Gemeinwohl-Bilanz misst Erfolg nach wertebasierten Maßstäben: Nicht die Gewinnmaximierung ist das Ziel, sondern die Mehrung des Gemeinwohls. Auf Basis der Gemeinwohl-Matrix können Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Gemeinden und Privatpersonen bilanzieren, inwiefern sie zur Mehrung des Gemeinwohls beitragen. Eine GWÖ-Bilanz ist nicht nur für die Kommunikation und Rechenschaft „nach außen“, sondern auch für die Analyse „nach innen“ nützlich. 1000 Punkte, die bei einer Bilanzierung maximal erreicht werden können, hat auch das Unternehmen El Puente nicht geschafft. Der Fairhandels-Importeur aus dem niedersächsischen Nordstemmen hat 2017 allerdings die bisher beste unternehmerische GWÖ-Bilanz erstellt.</p>
<p>„Stabile, gerechte und gemeinschaftliche Lieferketten für globale Produkte aufzubauen, ist die Grundlage des Fairen Handels“ sagt Anna Wolf von El Puente. „Kern unseres Wirtschaftens ist das Streben nach einer Mehrung des Gemeinwohls für alle Beteiligten, vor allem aber für benachteiligte Handelspartner_innen im Globalen Süden.“ Ist Fairer Handel also real gewordene Gemeinwohlökonomie? Nicht ganz, sagt Anna. Zwar ist es El Puente bei der Bilanzierung einfach gefallen, die gemeinwohlorientierten Ansätze des eigenen Wirtschaftens zu identifizieren. Allerdings sind durch die erstmalige Bilanzierung auch „Blinde Flecken“ im Unternehmen sichtbar geworden: zum Beispiel wurde intensiv diskutiert, ob einige Produkte – namentlich Deko-Herzen aus Speckstein – in einer globalen Gesellschaft, in der die Mehrung des Gemeinwohls oberstes Ziel ist – tatsächlich gebraucht werden. Eine andere Baustelle für El Puente und den Fairen Handel im Allgemeinen ist die schlechte Klimabilanz der weiten Transportwege. El Puente berechnet zurzeit die Transportwege am Beispiel Kaffee zusammen mit der GEPA und wird die unvermeidbaren Emissionen mit einem Projekt in Tansania ausgleichen. Für den Standort Nordstemmen geschieht das bereits seit diesem Jahr.</p>
<p>Das Gemeinwohl hat unter den Quinoa-Produzent_innen des bolivianischen Hochlandes schon lange einen hohen Stellenwert. Nelson Perez, Präsident des bolivianischen Nationalverbandes der Quinoa-Produzent_innen ANAPQUI und selbst Quinoa-Bauer, ist zum Anlass der Fairen Woche 2018 auf Rundreise in Deutschland, um die Menschen aus erster Hand über die Lebens- und Arbeitsbedingungen im bolivianischen Hochland zu informieren.  Diese werden immer schwieriger, denn Auswirkungen des Klimawandels sind auf 4000 Höhenmetern, wo die „beste und proteinreichste Quinoa der Welt“ wächst, schon spürbar. Zum Beispiel führen immer stärkere Winde dazu, dass junge Pflanzen mit Sand bedeckt werden und sich nicht entwickeln können. Quinoa-Produktion und -Ernte im karg besiedelten Hochland ist Gemeinschaftsarbeit. Die Produzent_innen des Altiplano helfen sich in der Regel gegenseitig, eine solidarische und verlässliche Nachbarschaft nützt der Gruppe und jedem Einzelnen. Die langjährigen Handelspartnerschaften mit Fairhandels-Importeuren wie El Puente stärken die Gemeinschaft der Quinoa-Produzent_innen. Zum Beispiel wurde durch die Fairhandels-Prämie ein eigenes Labor für optimierte biologische Schädlingsbekämpfung aufgebaut. Das schafft Unabhängigkeit von großen Konzernen und reduziert Ernteausfälle.</p>
<p>Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Fairer Handel ein Instrument zur Mehrung des globalen Gemeinwohls ist. Der Faire Handel kann von der jüngeren GWÖ-Bewegung profitieren, indem z.B. durch GWÖ-Bilanzierung „Blinde Flecken“ in der Handelsstruktur sichtbar werden und etablierte Prozesse und Produkte neu hinterfragt werden. Fairer Handel zeigt, dass Gemeinwohloptimierung global funktionieren kann und eine andere Wirtschaft möglich ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.fairtradestadt-hamburg.de/erfolgreiche-veranstaltung-zu-fairem-handel-und-gemeinwohl-mit-gast-aus-bolivien/">Der Faire Handel und das Gemeinwohl – ökonomische Veränderung durch sozialethischen Handel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.fairtradestadt-hamburg.de">Fair Trade Stadt Hamburg</a>.</p>
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		<title>Faire Woche in Hamburg eröffnet – Informationstechnologie soll fairer werden</title>
		<link>https://www.fairtradestadt-hamburg.de/faire-woche-in-hamburg-eroeffnet-informationstechnologie-soll-fairer-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fair Trade Stadt Hamburg Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2018 12:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Faire Woche 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.fairtradestadt-hamburg.de/faire-woche-in-hamburg-eroeffnet-informationstechnologie-soll-fairer-werden/">Faire Woche in Hamburg eröffnet – Informationstechnologie soll fairer werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.fairtradestadt-hamburg.de">Fair Trade Stadt Hamburg</a>.</p>
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			<h1>&#8222;Investitionen in faire Rohstoffgewinnung und Produktion belohnen“<br />
Faire Woche in Hamburg eröffnet – Informationstechnologie soll<br />
fairer werden</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Auftakt der Fairen Woche in <span data-cmp_parsed_location_name="Hamburg" data-cmp_parsed_location_weather="K02000000" data-cmp_parsed_location_other="0" data-ce-class="Locations">Hamburg</span> war ein voller Erfolg: Mehr als 30 interessierte Menschen kamen am <span data-cmp_parsed_date="2019-09-14" data-ce-class="Dates">14.9.</span> um 10 Uhr zum Fachgespräch zu sozialverträglicher IT-Beschaffung für Verwaltung und Hochschule zusammen.</p>
<p>Sozialverträgliche IT-Beschaffung ist eine große Herausforderung. Denn: die IT-Wertschöpfungskette ist sehr komplex, um sie komplett fair auszurichten. Lena Becker von Nager-IT macht es deutlich mit einem „Schaltplan“ einer vermeintlichen fairen IT-Maus. Auf den 1. Blick wirkt eine IT-Maus nicht sehr komplex und lässt hoffen, dass sie zu 100% fair herstellt werden kann. Jedoch sind „nur“ ca. 2/3 der Mau bisher fair. Am Rest muss Nager-IT noch arbeiten, denn z.B. der Abbau von seltenen <span data-cmp_parsed_location_name="Erden" data-cmp_parsed_location_weather="K07231030" data-cmp_parsed_location_other="0" data-ce-class="Locations">Erden</span> bzw. die Gewinnung von Konfliktrohstoffen sind eben sehr konfliktreich. Auch die Herstellung des Gehäuses der Maus ist problematisch, denn das Gehäuse wird aus Zuckerrohr hergestellt, jedoch findet sich noch kein geeigneter Fairhandels-partner für die Produktion.</p>
<p>Die Fertigung von Informations- und Kommunikationsgeräten ist ohne wesentlichen Kontrollmechanismus in Billiglohnländer ausgelagert worden. WEED e.V. bestätigt, dass die Arbeiter_innen dort Überstanden machen wollen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es fehlen meist Gesundheits- und Sicherheitsstandards, was in dieser Branche höchst prekär ist,  denn es wird mit giften Dämpfen und Stoffen gearbeitet.  Auch wird die Branche als gewerkschaftsfeindlich beschrieben. Meist ist es so, dass der Verhaltenskodex der Hersteller sich nur auf die 1. Fertigungsstufe bezieht. Es fehlt noch die Transparenz über die Herkunft der Rohstoffe und es wird nach wie vor von ausbeuterischer Kinderarbeit in der Rohstoffgewinnung berichtet.</p>
<p>Aber dennoch sind gute Ansätze z.B. von Dataport vorhanden, um einer ausbeuterischen Herstellung von IT-Geräten vorzubeugen bzw. wurden bestimmte Maßnahmen eingeführt. Dataport verlangt halbjährliche Berichte der Bieter (Systemhäuser) und derer Produzenten, um das Bemühen zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen sicherzustellen.</p>
<p>Herr Lehner von IT.Niedersachsen bringt es auf den Punkt: Viele interessiert das Thema (noch) nicht und er empfiehlt den anderen Kommunen bzw. der Stadt <span data-cmp_parsed_location_name="Hamburg" data-cmp_parsed_location_weather="K02000000" data-cmp_parsed_location_other="0" data-ce-class="Locations">Hamburg</span>, es einfach auf höherer Ebene anzusiedeln und einfach auszuprobieren. Man sollte sich im Vorfeld gut informieren, z.B. in Niedersachsen und man sollte sich gut auf die Nachfragen der Presse vorbereiten, aber mit Mut kann es ein Selbstgänger werden.</p>
<p>Die Einschätzung und die Motivation von Jens Lehner macht Mut und die Koordinatorin von Fair Trade Stadt <span data-cmp_parsed_location_name="Hamburg" data-cmp_parsed_location_weather="K02000000" data-cmp_parsed_location_other="0" data-ce-class="Locations">Hamburg</span> erhofft sich aus der Diskussion, dass die Verantwortlichen der Strategischen Beschaffung <span data-cmp_parsed_location_name="Hamburg" data-cmp_parsed_location_weather="K02000000" data-cmp_parsed_location_other="0" data-ce-class="Locations">Hamburg</span> die Liste der kritischen Warengruppen auf IT erweitern.</p>

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			<p>Fotos von Alexander Hagmann</p>

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