Kampagne zur Stärkung des Fairen Handels in Hamburg

Der Faire Handel ist in Hamburg an mehreren Stellen verankert:

  • 10 Weltläden und fast 40 Fairtrade-Lizenznehmer sind in Hamburg ansässig
  • mehrere hundert Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe verkaufen faire Produkte
  • viele Einrichtungen verwenden faire Produkte und/oder bieten Bildungsarbeit an
  • fair gehandelte Produkte erhalten, solange ein Markt dafür vorhanden ist, bei der öffentlichen Beschaffung per Gesetz den Vorzug

Dies finden wir sehr erfreulich, halten es jedoch längst noch nicht für ausreichend.

Von unterschiedlichen Akteur*innen kam in den letzten Jahren immer wieder der Vorschlag eine breit angelegte Kampagne zur Stärkung des Fairen Handels in Hamburg durchzuführen. In der Steuerungsgruppe der Fair Trade Stadt Hamburg wurde diese Idee 2019 von der damaligen Staatsrätin Dr. Annette Tabbara aufgegriffen und im Rahmen von zwei Planungsworkshops bearbeitet.

Dabei ist ein erstes Kampagnenkonzept entstanden, das den Charakter der Kampagne, ihre Ziele und Zielgruppen sowie mögliche Akteur*innen und deren Beteiligungsmöglichkeiten darstellt.

 

Ziele Bekanntheit des Fairen Handels steigern

Wahrnehmung als „Fair Trade Stadt“ bei Einwohner*innen & Tourist*innen stärken

Unterschiedliche Akteur*innen zum Mitmachen bewegen

Zielgruppen Bürger*innen

Unternehmen

Sportvereine

Politik/Verwaltung

Zeitraum 2021-2023

 

Zur Bedeutung der Kampagne

Die Corona-Pandemie hat – wie im Hamburger Koalitionsvertrag 2020-2025 treffend dargestellt wird –  die „Verwundbarkeit des internationalen Handels“ offenbart und gleichzeitig „neue Möglichkeiten für ein faireres internationales Handelssystem“ eröffnet, das Gesundheits-, Umwelt- und Arbeitnehmer*innenrechte stärkt. SPD und Grüne bekräftigen daher, dass sie den „fairen Handel weiter fördern, um das Angebot fair gehandelter Produkte weiter zu steigern, […] die Fair-Trade-Stadt Hamburg ausbauen […] und nachhaltige öffentliche Beschaffung weiter verbessern“ wollen.

Die Kampagne konkretisiert die Anliegen des Koalitionsvertrages und setzt sie in die Praxis um. Das Besondere liegt dabei in der ganzheitlichen Betrachtung der Themen Handel, Klimagerechtigkeit und Menschenrechte. Denn der Faire Handel leistet als Teil der Agenda 2030 einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft. Er ist ein wichtiger Partner, um die Klimakrise gemeinsam zu bewältigen und trägt wesentlich zur Klimagerechtigkeit bei.

 

Aktueller Stand

Zurzeit sind wir dabei das vorliegende Konzept weiter auszuarbeiten, Unterstützer*innen zu gewinnen sowie Mittel für die Umsetzung zu akquirieren.

Die Wichtigkeit der Kampagne wird von vielen Seiten betont. Die Finanzierung ist – abgesehen von der Vorbereitungsphase bis Ende Februar 2021, die u.a. durch die Senatskanzlei ermöglicht wird  – jedoch noch offen. Daher haben wir uns Mitte September mit einem Brief an den Bürgermeister, die Senator*innen sowie die Bürgerschafts-Abgeordneten von SPD und Grünen gewandt.

 

Durch eine finanzielle Förderung der Kampagne:

  • unternimmt Hamburg einen wichtigen Schritt, um den sozial-ökologischen Umbau nach der Corona-Krise zu fördern
  • übernimmt Hamburg gerade in dieser schwierigen Zeit globale Verantwortung in einer Welthandelsstadt
  • verdeutlicht Hamburg, dass die Stadt den Titel „Fair Trade Stadt“ verdient hat
  • demonstriert Hamburg, dass soziale & ökologische Themen nur gemeinsam gelöst werden können

 

Bisherige Unterstützer*innen