Was haben digitale Technologien mit Nachhaltigkeit, Menschenrechten und neo_kolonialen Effekten zu tun?

Termin : 06.12.2018 um 19:30 Uhr
W3-Kamingespräch
Do, 06.12.2018, 19:30
Gesprächsrunde

Wie nachhaltig ist die Herstellung und Nutzung digitaler Technologien tatsächlich? Was für ökologische und soziale Folgen sind mit der Digitalisierung verbunden? Was für Interessen stehen hinter dem Export von digitalen Technologien in afrikanische Länder? Und inwiefern verändern digitale Technologien gesellschaftliche Normen, kulturelle Traditionen und die Verteilung von Macht innerhalb von Gesellschaften? In einem gemütlichen Setting diskutieren Expert_innen und Publikum über dringende Fragen, die mit dem digitalen Wandel im globalen Kontext verbunden sind.

Tom Kopp ist Agrarökonom und erforscht unter Anderem den Ressourcenverbrauch durch digitale Technologien. 2015 hat er die interdisziplinäre Schreibwerkstatt I.L.A. – Werkstatt für Globale Gerechtigkeit ins Leben gerufen.

Johanna Sydow ist Referentin für Ressourcenpolitik und IT Branche bei Germanwatch.

Laura Schelenz ist Friedens- und Konfliktforscherin mit den Schwerpunktthemen Internationale Beziehungen, Menschenrechte, Gender und Entwicklung.

Längst prägen digitale Technologien unser Zusammenleben, die Art wie wir kommunizieren, arbeiten, wirtschaften und Politik machen. Die Gestaltung des digitalen Wandels ist nicht nur eine gesamtgesellschaftliche, sondern auch eine globale Aufgabe. Wie kann sie gelingen? Wie können wir die Möglichkeiten der digitalen Technologien nutzen und Digitalisierung so gestalten, dass sie nicht zum Nachteil der Menschen wird, sondern zu einem Instrument der Emanzipation, das globale und soziale Gerechtigkeit entstehen lässt? Mit Vorträgen, Filmen, Gesprächen und Workshops nähern wir uns über Technopolitics – Globale Gerechtigkeit im Zeitalter des Digitalen dem komplexen Phänomen der Digitalisierung und schauen uns ihre globalen Auswirkungen, Chancen und Risiken genauer an.

Die Vorträge der Themenreihe werden moderiert von Angela Gruber. Sie ist Redakteurin im Netzwelt-Ressort von Spiegel Online und berichtet über das, was im Internet passiert und was das Netz mit unserem Leben macht. Dabei fiel ihr schnell auf, dass Frauen im Tech-Bereich fehlen oder nur wenig sichtbar sind. Seit 2014 betreibt sie deshalb den Blog netzkolumnistin.org

Hier gibt es den aktuellen Programmflyer

In Kooperation mit umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.