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12/14/16

Hamburg! Handelt! Fair!: Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für den Fairen Handel

Konzepte für ein faires Weihnachtsfest
Ergebnisse des Hochschulwettbewerbs: Hamburg! Handelt! Fair!

 

In Zeiten nachhaltiger Lebensstile werden fair hergestellte Produkte für immer größere Kundenkreise immer attraktiver. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit greifen besonders viele Menschen zu fairen Adventskalendern, Weihnachtsschokoladen oder Nikoläusen. In dem Studierendenprojekt „Hamburg! Handelt! Fair! – Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für den Fairen Handel“ erarbeiteten rund 150 Studierende für sieben Hamburger Unternehmer Konzepte für ein faires Weihnachtsfest – und die Zeit darüber hinaus. Die Ergebnisse wurden am 14. Dezember in der HSBA Hamburg School of Business Administration der Öffentlichkeit vorgestellt.

Gerade zur Weihnachtszeit können Kunden, wenn sie im Regal nach fair gehandelter Ware greifen, wichtige Zeichen setzen. „Fairness lohnt sich“, davon ist Christoph Wöhlke, Geschäftsführer von Budnikowsky überzeugt. "Mit dem Kauf fairer Produkte kann jeder auf einfache Weise einen Beitrag zum Fairen Handel leisten. Jeder Kunde kann mit seiner persönlichen Kaufentscheidung dafür sorgen, dass sich die Nachfrage nach fairen Produkten erhöht und der Faire Handel sich weiter durchsetzt. Nur so können langfristig sozialverträgliche Arbeitsbedingungen für alle Menschen geschaffen werden“.
Durch die Teilnahme von Jan Spille, Goldschmied in Ottensen erfahren z.B. die Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaften über die prekären Arbeitsbedingungen im Bergbau. Jan Spille hat durch seine Reisen in verschiedene Bergbaugebiete weltweit einen Einblick in das Leben der Bergarbeiter gewonnen und weiß, warum er fair gehandeltes Gold verarbeitet: „Nur wenige Minen geben Aufschluss über die Lieferkette. Oft herrschen illegale Arbeitsbedingungen und die Minenarbeiter sind in ihrer Lebensexistenz bedroht“. Durch eine Fairtrade-Zertifizierung wird sozial verträgliches Gold abgebaut und benachteiligte Produzenten haben die Möglichkeit zur Entwicklung.

Vor allem in der Vorweihnachtszeit liegt es nahe, über einen gerechteren Welthandel nachzudenken und fair gehandelte Produkte auch zu kaufen. Dazu entwickelten sieben Studierendengruppen für Hamburger Unternehmen Konzepte, die am 14. Dezember in der HSBA Hamburg School of Business Administration der Öffentlichkeit vorgestellt und von einer Fachjury bewertet wurden. Der Hochschulwettbewerb ist von der Fair Trade Stadt Hamburg und der Innovations Kontakt Stelle Hamburg (IKS) ins Leben gerufen worden. Den ersten Platz erreichten die Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit ihrem Kommunikationskonzept für das Schmuckatelier Jan Spille in Ottensen. Ziel soll sein, das Thema faire Rohstoffe mit dem Trend zum Verloben und Heiraten zu kombinieren. Die Kooperation hat Jan Spille überzeugt: „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden und auch ihre Ergebnisse waren grandios! Wir werden einiges davon umsetzen.“

So unterschiedlich das Angebot an fair gehandelten Produkten der teilnehmenden Händler ist, so differenziert und originell waren die Ideen der Studierendenteams. Eines hatten alle jedoch gemeinsam: Es waren auf die Händler zugeschnittene und umsetzbare Ideen, die auf die fair gehandelten Produkte der Unternehmen aufmerksam machen.

Die von der IKS Hamburg vermittelten Projektpartner waren:

  • Erdkorn GmbH (Bio-Supermarkt) & ISM Hochschule
  • Fair Trade Shop der Rathauspassage, passage gGmbH & Hochschule Fresenius
  • Feines & Faires (faire Geschenkartikel und Kleidung) & EBC Hochschule
  • glore Hamburg (eco-faire Kleidung) & Akademie für Mode und Design
  • IWAN BUDNIKOWSKY GmbH & Co. KG & HSBA Hamburg School of Business Administration
  • Jan Spille – Schmuck Atelier (fairer Schmuck) & HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
  • REWE Stanislawski & Laas GmbH & Co. oHg & BiTS Hochschule


Die Idee der gemeinsamen Arbeit von Wissenschaft und Wirtschaft für den Fairen Handel kommt gut an. Mehrere Hochschulen und Unternehmen bekunden bereits großes Interesse an einer Fortführung des Projekts.

Umweltsenator Jens Hinrich Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, war beeindruckt vom Engagement der Studierenden und auch von den beteiligten Unternehmen, sich offen und mutig auf Neues einzulassen. „Es kann und darf uns einfach nicht egal sein, welchen sozialen und ökologischen Rucksack die Produkte haben, die wir hier in Hamburg verkaufen und konsumieren“, so Kerstan. Und bei aller berechtigter Kritik an der Globalisierung ist der Umweltsenator überzeugt: „Protektionismus wird ganz sicher nicht dazu beitragen, dass die Welt fairer wird. Das geht nur, wenn wir gemeinsam eine Globalisierung nach demokratischen, transparenten, sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Kriterien gestalten.“ Und dazu gehöre auch, dass Hamburg den wirtschaftlich schwachen Marktteilnehmern weltweit einen Marktzugang zu fairen Preisen ermöglicht. Dazu können wir alle einen Beitrag leisten, zu Weihnachten, zur Verlobung und auch beim ganz normalen Einkauf.

Foto: Teilnehmer und Gäste des Hochschulwettbewerbs "Hamburg! Handelt! Fair! - Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam für den Fairen Handel“ nach der Preisverleihung in der HSBA Hamburg School of Business Administration (Fotografin: Jana Tolle)


Weitere Infos unter: www.fairtradestadt-hamburg.de


Über die Fair Trade Stadt Hamburg:
Die Projektstelle Fair Trade Stadt Hamburg (FTS HH) wurde 2010 geschaffen und schärft durch entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit sowie durch Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit das Bewusstsein für die Probleme des Welthandels und fördert damit den Fairen Handel.
Ziel von FTS HH ist es, den Fairen Handel dauerhaft in der Stadt zu verankern. Dabei geht es einerseits um ein vertieftes Verständnis für die Thematik und andererseits um ein aktives „Anpacken“ von Seiten der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Das Augenmerk richtet sich besonders auf öffentliche Unternehmen, Behörden und Verwaltung, Gastronomen, Hotellerie und Einzelhändler sowie die Politik.
www.fairtradestadt-hamburg.de

Über die HSBA:
Die HSBA Hamburg School of Business Administration ist die Hochschule der Hamburger
Wirtschaft. Gegründet 2004 von der Handelskammer Hamburg kooperiert sie heute mit über 250 Unternehmen. Als staatlich anerkannte Hochschule bietet sie betriebswirtschaftliche Studiengänge in dualer und berufsbegleitender Form für mehr als 900 Studierende an. Prägend für die HSBA sind die Vermittlung von praxisorientierten Inhalten auf hohem Niveau, sehr gute Studienbedingungen und die Orientierung an den Werten des Ehrbaren Kaufmanns. An der HSBA gibt es zudem den Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit der Dr. Jürgen Meyer Stiftung.
www.hsba.de
www.facebook.com/hsba.hamburg

Über die Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg:
Die IKS ist die Anlauf- und Schaltstelle für alle Kooperationsinteressierten aus der Hamburger Wirtschaft und Wissenschaft, die Kontakte  zur jeweils anderen „Seite“ suchen. Sie wird finanziert von der Handelskammer Hamburg sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.
www.iks-hamburg.de


Medienkontakt:

Christine Priessner Projektkoordinatorin Fair Trade Stadt Hamburg c/o Mobile Bildung e.V. Stresemannstr. 374 22761 Hamburg 040 88156689   Mit freundlichen Grüßen HSBA HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION Karin Rose Pressesprecherin E: Karin.Rose@hsba.de T: +49 40 36138-715 W: www.hsba.de O: Alter Wall 38, 20457 Hamburg

Pressephotos: Faire Woche 2016 in Hamburg

Wir stellen Ihnen Fotos für die honorarfreie Nutzung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Faire Woche 2016 zur Verfügung. Der Hinweis auf die jeweiligen Fotograf_innen wird verlangt.

für alle Fotos gilt: Christian Wiehle @ Fair Trade Stadt Hamburg 2016

Gelungener Auftakt der Fairen Woche in Hamburg

FAIRE WOCHE IN HAMBURG

16. bis 30. SEPTEMBER 2016

Pressemitteilung

Damit die Banane nicht im Hals stecken bleibt
Faire Woche in Hamburg eröffnet Politik und Wirtschaft müssen reagieren

(Hamburg, 16. September 2016) – „Fairer Handel wirkt!“ – Unter diesem Motto hat die Fair Trade Stadt Hamburg heute die Faire Woche in Hamburg eröffnet. Weit gereister Gast beim fairen Showkochen mit Ole Plogstedt, Oxfam-Kampagnenbotschafter von „Make fruit fair“ und Gründer der Tourneecateringfirma „Rote Gourmet Fraktion“ ist Joaquín Vásquez, Geschäftsführer von UROCAL, einem Kleinbauernverband aus Ecuador. „UROCAL ist ein sehr gutes Beispiel für die Wirkungen des Fairen Handels“, erklärt Christine Priessner von der Fair Trade Stadt Hamburg. „Fair-Handels-Prinzipien wie langfristige Handelspartnerschaften, existenzsichernde und stabile Preise, sowie Zuschüsse für Sozialprojekte ermöglichen den Produzentenfamilien, ihre Kosten für Lebensmittel, Wohnung, Bildung und Gesundheit zu decken. Sie erhalten dadurch Unabhängigkeit und Sicherheit. Nach einem längeren Umstellungsprozess und Pionierarbeit konnte UROCAL als einer der ersten Produzenten in Ecuador im Jahr 2001 die Produktion dann auf bio- und Naturland Zertifizierung umstellen. Die fair gehandelten Bio-Bananen von UROCAL sind derzeit die einzigen Bananen mit Naturland-Siegel und werden von der Fair-Handels-Organisation BanaFair importiert.“ UROCAL, die „Regionale Union der Bauernorganisationen der Küstenregionen“, vereint gut zwei Dutzend Dorfkooperativen, Produzentenvereinigungen und Frauenkomitees. Darunter sind 120 Bananenbauern.

Erfahrungen mit dem konventionellen Bananenanbau

Von der Notwendigkeit eines Umdenkens im Welthandel hat sich Ole Plogstedt im Januar 2016 selbst vor Ort überzeugt. Für Oxfam ist er nach Ecuador gereist und hat Bananenplantagen besucht. Sein Resümee: „Wie die Bananenarbeiter/innen im konventionellen Bananenanbau behandelt werden, macht mich wütend. Während Supermärkte, Händler und Frucht-Firmen ihren Schnitt machen, verdienen die Plantagen-Arbeiter/innen in Ecuador so wenig, dass ihre Familien unter der Armutsgrenze leben müssen. Und das bei Arbeitszeiten von bis zu zwölf Stunden am Tag. In das Ausbeutungssystem von Hungerlohn und unbezahlten Überstunden reihen sich weitere Missstände ein: keine Arbeitsverträge, keine Anmeldung im Sozialsystem, unbezahlter Urlaub, Arbeitskleidung und Werkzeuge werden nicht gestellt. Wer sich organisiert, muss mit Repressalien rechnen – von Entlassung bis hin zu Morddrohungen. Sogar selbstverständliche Dinge sind schwierig. Ein Arbeiter hat uns erzählt, dass ihm bereits zwei Mal kein Lohn ausgezahlt wurde. Er hat sich nicht getraut, den Chef darauf anzusprechen. Denn wer aufmuckt, wird schnell entlassen, landet auf der schwarzen Liste und kriegt nie wieder einen Job im Bananen-Sektor. Auch was die Arbeiter/innen über den Pestizideinsatz auf den Plantagen erzählt haben, hat mich erschüttert. Regelmäßig werden die Bananen per Flugzeug mit Pestiziden gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten besprüht, ohne Rücksicht auf die Arbeiter/innen. Mehrere Arbeiter/innen haben erzählt, dass sie teilweise beim Mittagessen sitzen und ihnen das Essen auf dem Teller verpestet wird. Oder sie arbeiten in der Plantage und bekommen den Giftnebel voll ab. Bei nur einigen wenigen Unternehmen werden die Arbeiter/innen vor dem Pestizid-Einsatz informiert. Da bleibt einem die Banane im Halse stecken!“

Wirkungen des Fairen Handels hierzulande

Und die Wirkungen des Fairen Handels hierzulande? „Nicht zuletzt Berichte wie der von Ole Plogstedt sorgen dafür, dass das Bewusstsein für Produktionsbedingungen wächst, unter denen unsere Konsumgüter jenseits des Äquators angebaut und hergestellt werden“, betont Christine Priessner. „Und mit dem Bewusstsein wächst der Wunsch nach fair gehandelten und ökologisch unbedenklich produzierten Lebensmittel und Waren.“ 11 % Wachstum beim Absatz von fair gehandelten Waren in Deutschland allein im Jahr 2015 sprechen eine deutliche Sprache.

Gleichzeitig stimmt auch, dass die Konsument*innen mit ihrem bewussten Kaufverhalten alleine das Ruder nicht werden herumreißen können. „Politik und Wirtschaft müssen reagieren und internationale Handelsverträge gerechter gestalten, indem sie Mensch und Natur ins Zentrum des Handelns rücken“, appelliert Christine Priessner. „Seit 40 Jahren machen die Fair-Handels-Organisationen vor, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Eine nachhaltige Entwicklung für Mensch und Natur ist möglich, wenn man will.“ Übrigens sind kleinbäuerliche Betriebe durch die bestehenden Rahmenbedingungen auch in Europa und Deutschland in ihrer Existenz gefährdet und brauchen verlässliche und faire Handelspartnerschaften, um zukunftsfähig zu sein. Der Öko-Verband Naturland zertifiziert deshalb seit 2010 auch landwirtschaftliche Betriebe aus dem Norden, die soziale Standards einhalten, bekannt als Naturland Fair.

Pressefotos vom fairen Showkochen finden Sie ab

16 Uhr unter www.fairtradestadt-hamburg.de/presse

Weitere Termine der Fair Trade Stadt Hamburg während der Fairen Woche:


 

Medienkontakt:

Christine Priessner

Projektkoordinatorin Fair Trade Stadt Hamburg

c/o Süd-Nord-Kontor

Stresemannstr. 374, 22761 Hamburg

Fon: 040 – 88 15 66 89

info@fairtradestadt-hamburg.de          

 

Maria Jansen – Public Relations

Friedensallee 14-16

22765 Hamburg

Fon: 040 – 430 71 00

Mobil: 0170 – 416 43 57

kontakt@maria-jansen.de


Mit freundlicher Unterstützung durch die WerteKöche!

Faires Showkochen mit Ole Plogstedt und einem Bananenproduzenten

Zum Auftakt der Fairen Woche 2016 mixen und brutzeln TV-Koch Ole Plogstedt und ein Bananenproduzent am Freitag, 16. September um 12 Uhr in der Rindermarkthalle Bananensnacks aus Fairem Handel.

Ole Plogstedt ist Oxfam-Kampagnenbotschafter von „Make fruit fair“ und Gründer der Tourneecateringfirma „Rote Gourmet Fraktion“. Bei der Auftaktveranstaltung in der Rindermarkthalle bereitet er zusammen mit Joaquin Vásquez, Geschäftsführer von Urocal, einem Kleinbauernverband aus Ecuador, Bananensnacks aus Fairem Handel zu. Dabei werden sie auch über die Anbaumethoden in Ecuador und die Wirkungen des Fairen Handels diskutieren.

Ebenfalls zu Gast ist der Grünen-Abgeordnete Murat Gözay, Referent für Europa und Internationales, MdHB. Gözay wird Stellung beziehen zu den Verletzungen von Menschenrechten, die durch die derzeitigen Welthandelsstrukturen begünstigt werden, und Handlungsmöglichkeiten für Politik und Wirtschaft in der Hafenmetropole Hamburg nennen. Als weitere Gesprächspartnerin steht Christine Priessner, Projektkoordinatorin „Fair Trade Stadt Hamburg“, zur Verfügung.

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Die EBC Hochschule Hamburg ist Deutschlands erste private Fairtrade-University. 

Am 5. Juli 2016 verlieh der Verein Transfair e.V. der EBC Hochschule Hamburg die offizielle Urkunde zur ersten privaten Fairtrade-University in Deutschland. Damit nimmt die EBC Hochschule nicht nur eine Vorreiter-Funktion unter den privaten Hochschulen, sondern auch in der Stadt Hamburg ein. Sie ist die erste Hochschule der Fairtrade Stadt, die diesen Titel verliehen bekam.

In der Eröffnungsansprache legte der Präsident dar, dass die Hochschule eine soziale Verantwortung trage und daran arbeite ein Bewusstsein und Transparenz für den fairen Handel zu schaffen: „Als Hochschule haben wir den Auftrag, den Fairtrade-Gedanken nach außen zu tragen und Bewusstsein dafür zu verankern sowie die Entwicklung kritisch zu begleiten - denn Siegel ist nicht gleich Siegel und Transparenz ist enorm wichtig.“ Einer der nächsten Schritte sei es, das Thema Fairtrade auch an den beiden anderen Standorten der EBC Hochschule in Berlin und Düsseldorf zu etablieren.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Nicole Fabisch, verdeutlichte Volker Lübke, langjähriger Vorstandsvorsitzender des Vereins Transfair e.V., die politische Relevanz von Fairtrade. Kleinbauern und ihre Familien werden durch Fairtrade unterstützt. Die Bauern bekommen Mindestpreise für ihre Waren gezahlt, sodass ihre Existenz gesichert ist. Ausbeutung, Kinderarbeit und Sklaverei sind verboten.

Seit 2011 trägt auch die Stadt Hamburg das Fairtrade-Siegel. Christine Priessner, Koordinatorin der Fairtrade Stadt Hamburg und Promoterin für den fairen Handel, sieht in der engeren Zusammenarbeit von Hamburger Fairtrade-Unternehmen gute Möglichkeiten, das Bewusstsein für fairen Handel weiter voranzutreiben.

Mehr als 600 Gastronomen und Einzelhändler in Hamburg bieten mindestens zwei fair gehandelte Produkte an. Das Engagement für den Fairen Handel geht in zahlreichen Fällen jedoch über das bloße Anbieten von Produkten hinaus, so beteiligen sich Gastronomen und Einzelhändler beispielsweise mit Aktionen an der Fairen Woche, bilden sich in Workshops zum Fairen Handel fort oder unterstützen die Projektstelle Fair Trade Stadt Hamburg (FTS HH) finanziell. Dieses Engagement für den Fairen Handel im Rahmen von FTS HH bleibt in der Öffentlichkeit häufig unerkannt und soll sich nun durch das Projekt „Freie, Faire und Handelsstadt Hamburg” ändern!!

Das Projekt „Faire, Freie und Hansestadt Hamburg” steht unter der Schirmherrschaft der zweiten Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg Katharina Fegebank. Es wendet sich an alle interessierten Hamburger Einzelhändler, die ihr faires Sortiment stärker bewerben möchten und ihren Sitz in Hamburg haben. Wie im Vorjahr können hierfür die Unternehmen mit einer Hochschulgruppe einer Hamburger Hochschule eine Kooperation eingehen. Das Studententeam wird für seinen Projektpartner ein Kommunikations- bzw. Marketingkonzept entwickeln, das auf das Angebot, die Zielgruppen und die Ressourcen des Unternehmens abgestimmt ist. Im Vorjahr ging Edeka Niermerszein als Sieger des Wettbewerbs hervor.

Das Projekt wird von September (abhängig vom jeweiligen Hochschulpartner) bis Mitte Dezember 2016 durchgeführt. Eine Auftaktveranstaltung Ende September und eine Abschlussveranstaltung im Dezember, bei der alle Ergebnisse der Hochschulen gezeigt werden, rahmen das Projekt ein. Die Studierenden werden bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung in einem Wettbewerb ihre Marketingkonzepte vorstellen und von einer Jury bewertet. Die Kooperationen vermittelt die Innovations Kontakt Stelle Hamburg. Voraussichtlich werden zwischen vier und sieben Projektkooperationen entstehen.

Projektpartner sind die Fair Trade Stadt Hamburg und die Innovations Kontakt Stelle Hamburg. Anmeldeschluss für Ihre Bewerbung ist der 18. März 2016. Voraussetzung: Unternehmenssitz in Hamburg. Auf Wunsch erläutern wir Ihnen das Projekt bei einem Besuch in Ihrem Unternehmen.

Kontakt beim Handelsverband Nord:

Brigitte Nolte, Tel.: 040 / 369812-13, Email: nolte@ehv-nord.de
Hans-Martin Bohac, Tel.: 0431 / 97 407-30, Email: bohac@ehv-nord.de

Pressematerial zum Projekt: An einem Strang ziehen für den Fairen Handel - Wissenschaft und Wirtschaft

Die Pressemitteilung zur Ergebnispräsentation finden Sie hier.

Bildmaterial (mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Download):

Teilnehmende des Projektes / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg
Volker Wiem (EDEKA Niemerszein), Katja Tauchnitz (Fair Trade Stadt Hamburg), Dr. Sandra Meister, Daniela Kern, Anna-Laura Holcombe, Florian Kappmeier, Prof. Dr. Annette Corves (HAW Hamburg) / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg

Pressematerial Faire Woche 2015

Die Pressemitteilung zur Eröffnung der Fairen Woche in Hamburg finden Sie hier.

Bildmaterial (mit einem Klick auf das jeweilige Bild gelangen Sie zum Download):

Jan Spille (Geschäftsführer Jan Spille - Schmuck*Atelier) / Foto: Jan Spille - Schmuck*Atelier
Dr. Hans-Christoph Bill (Vorstand WeltladenCityHamburg eG) / Foto: Weltladen Ottensen
Volker Wiem (Inhaber EDEKA Niemerszein) / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg (Florian Struve)
Robert Diekmann, Dana Kaiser, Christian Haasen, Jan Thelen (recolution) / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg (Vivien Biernatzky)
Katja Tauchnitz (Fair Trade Stadt Hamburg) / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg (Florian Struve)

Presse

Auf den folgenden Seiten finden Sie Pressemitteilungen, -einladungen und Artikel von/über Fair Trade Stadt Hamburg.

Einen Überblick zu der Kritik am Fairen Handel in den Medien und die entsprechenden Stellungnahmen der Fair-Handels-Akteure erhalten Sie ebenso hier.



Online: http://www.fairtradestadt-hamburg.de/presse/
Datum: 28. June 2017
© Fair Trade Stadt Hamburg