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Das war die Faire Woche 2015...

2015 fand die Faire Woche vom 11.-25.09. mit dem Thema Transparenz statt. Den Abschluss der Fairen Woche bildete der Coffee Fairday am 25.09.

In Hamburg startete die Faire Woche bereits am 10.09.

Unsere Veranstaltungen im Überblick:

10.09.15: Mit Fairantwortung zum Erfolg - Hamburgs neue ehrbare Kaufleute (Auftakft der Fairen Woche in Hamburg)

11.09.15: Tatort Kaffeeklatsch - Konsum wie zu Zeiten des Kolonialismus? Nein Danke!

14.09.15: Stadtrundfahrt mit Koffein (Besuch zweier Stationen der Wertschöpfungskette im Kaffeehandel)

14.09.15: Vom Kaffeestrauch in die Tasse - Fairness in der Wertschöpfungskette? (Stadtgespräch mit Kaffeeproduzenten aus Honduras)

15.09.15: Mensch. Macht. Hamburg. Fair. (Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Hamburgischen Bürgerschaft)

23.09.15: An einem Strang ziehen für den Fairen Handel - Wissenschaft und Wirtschaft (Auftakt eines Projektes mit Hamburger Hochschulen und Unternehmen)

Das vollständige Programm zur Fairen Woche in Hamburg finden Sie hier.

Mit Fairantwortung zum Erfolg - Auftakt der Fairen Woche in Hamburg

Bereits einen Tag vor dem bundesweiten Auftakt, am 10.09.2015, startete die Faire Woche in Hamburg unter dem Motto „Mit Fairantwortung zum Erfolg“. Die Message: Faire Handelsbeziehungen zu den Produzentenländern im Globalen Süden passen gut zum wirtschaftlichen Erfolg in Europa. Zur Eröffnung der Fairen Woche in Hamburg präsentierte die Fair Trade Stadt Hamburg deshalb vier Hamburger Erfolgsgeschichten, die Mut machen, den wachsenden Markt mit fair gehandelten Produkten mit zu entwickeln. Mit dabei waren Jan Spille, EDEKA Niemerszein, der Weltladen Ottensen und recolution.

Der Goldschmied Jan Spille in Ottensen beispielsweise hat sich auf Trauringe aus ökologischem und fairem Gold spezialisiert. Die Verantwortung für die Herkunft der Edelmetalle kommt an. Die 15 Prozent mehr, die die Schmuckstücke aus fairem Gold im Vergleich zu denen aus konventionell gefördertem Gold kosten, bezahlen die Kunden gern. „Wer steckt sich zur Hochzeit schon gerne das Symbol der Liebe an den Finger in dem Wissen um Kinderarbeit, soziale Ausbeutung und Umweltzerstörung“, so Spille.

Nahezu rasant hat sich auch das Hamburger Modelabel recolution entwickelt, das „Wir wollten sozial und ökologisch verantwortliche Streetfashion schaffen, die genau so bunt ist, wie Hamburg“, erklärt Robert Diekmann und ergänzt: „Nur meckern kann jeder. Wir wollten selbst aktiv werden und die Dinge verändern, die uns stören.“ Der Hintergrund: Verantwortungsvoller Einkauf von Klamotten wurde immer mehr zum Thema – auf Messen, auf den Laufstegen, in der Uni. Davon profitieren nicht nur Modelabel wie recolution, sonder. zuallererst die Produzenten entlang der Wertschöpfungskette.

Zur Pressemitteilung- und Pressefotos geht es hier.

Jan Spille (Geschäftsführer Jan Spille - Schmuck*Atelier) / Foto: Jan Spille - Schmuck*Atelier
Robert Diekmann, Dana Kaiser, Christian Haasen, Jan Thelen (recolution) / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg (Vivien Biernatzky)

Tatort Kaffeeklatsch – Konsum wie zu Zeiten des Kolonialismus? Nein Danke!

Am 10.09.2015 wunderten sich die Passant*innen in der Mönke-bergstraße: drei Zeitreisende aus dem Barock saßen an einem Kaffeetisch und steckten hinter Gittern. Was war da los? An den Gefängnisstangen hingen Zettel mit der Aufschrift: „Haftbefehl gegen die Beschuldigten: Importeure und Konsumenten von Kaffee aus unfairem Handel“. Mit dieser Aktion machten hamburg mal fair und Fair Trade Stadt auf den unfairen Kaffeekonsum und auf faire Alternativen aufmerksam. Das Motto lautete „Kaffeekonsum wie zu Zeiten des Kolonialismus? Nein Danke!“. Viele Menschen blieben stehen und kamen mit uns ins Gespräch. Mit der Unterschriftenaktion des Forums Fairer Handel und des Weltladendachverbands zur Aktion "Mensch. Macht. Handel. Fair." fordern wir Transparenz in internationalen Lieferketten.

Veranstalter: hamburg mal fair und Fair Trade Stadt Hamburg

Stadtgespräch: Vom Kaffeestrauch in die Tasse – Fairness in der Wertschöpfungskette?

Auch in diesem Jahr organisierte Fairtrade eine informative und abwechslungsreiche Rundreise für Produzenten aus dem Fairen Handel. Die Gäste aus Honduras, Sonia Vasquez und Rodolfo Peñalba von der kleinbäuerlichen Kaffeeorganisation Café Orgánico Marcala (COMSA), machten am 14.09.2015 auch Station in Hamburg.

Zunächst besuchten Sonia und Rodolfo, gemeinsam mit zahlreichen Interessierten zwei Stationen der Wertschöpfungskette im Kaffeehandel: das Kaffeehaus less political und die Rösterei Quijote Kaffee.

Am Abend luden das Eine Welt Netzwerk Hamburg und Fair Trade Stadt Hamburg zu einem Stadtgespräch, das kritisch beleuchtete, wie fair die Wertschöpfungskette von Kaffee ist und wie sie noch fairer gestaltet werden kann.

Auf dem Podium diskutierten neben den Kaffeeproduzenten aus Honduras Jan Oltmanns vom international seamen’s club Duckdalben, Andreas „Pingo“ Felsen von der Kaffeerösterei Quijote Kaffee und Kaffeehändler Arthur E. Darboven von Benecke Coffee.

Mehr als 1.000 Produzenten arbeiten inzwischen bei COMSA zusammen. Sonia und Rodolfo bezeichneten ihre Kooperative als „große Familie“, die sich gegenseitig unterstützt und Wissen an neue Produzenten gerne weiter gibt. Der Faire Handel sichert den Lebensunterhalt der Produzenten von COMSA und ermöglicht die Umsetzung von sozialen und ökologischen Produkten. Dennoch würden sich Sonia und Rodolfo wünschen, dass der Fairtrade Mindestpreis deutlich angehoben wird.

Kaffeeröster Andreas „Pingo“ Felsen teilt diese Auffassung. Er und sein Team haben sich bewusst gegen ein Siegel entschieden und beziehen ihren Kaffee direkt von den Kaffeeproduzenten. Dadurch erhalten die Produzenten Preise, die deutlich über Weltmarkt- und Fairtradepreis liegen. Quijote Kaffee röstet jährlich 50 Tonnen Kaffee – mehr sollen es auch gar nicht werden, denn das Team möchte sich mit dem Kaffeegeschäft nicht bereichern, sondern ihre Ideale leben.

Veranstalter: EWNW und Fair Trade Stadt Hamburg

Arthur E. Darboven (Benecke Coffee), Jan Oltmanns (international seamen’s club Duckdalben), Katja Tauchnitz (Fair Trade Stadt Hamburg), Andreas „Pingo“ Felsen (Quijote Kaffee), Sonia Vasquez (COMSA), Rodolfo Peñalba (COMSA), Luis Abarca (Contigo Bonn) / Foto: EWNW (Gerrit Höllmann)

Mensch. Macht. Hamburg. Fair.

Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aller Fraktionen

Das Programm der Fairen Woche in Hamburg ist gespickt mit Kinoabenden, Verkostungen, Vorträgen und anderen Aktionen der Hamburger Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Doch welchen Beitrag will die Hamburgische Politik leisten, den Fairen Handel dauerhaft in der Welt zu verankern? Fair Trade Stadt Hamburg lud am 15.09.2015 in Zusammenarbeit mit der Engagement Global gGmbH, Außenstelle in Hamburg und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Vertreter*innen aller Bürgerschaftsfraktionen ein, um gemeinsam diese Frage zu diskutieren. Auf dem Podium vertreten waren Barbara Duden (SPD), Murat Gözay (DIE GRÜNEN), Martin Dolzer (DIE LINKE), Michael Kruse (FDP), Michael Westenberger (CDU) und Dr. Ludwig Flocken (AfD). Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Tanja Busse.

„Im Welthandel darf nicht gegen Menschenrechte verstoßen werden“, darin waren sich Bürgerschaftsvertreter quer durch alle Bürgerschaftsfraktionen einig. Wie dies in die Praxis umgesetzt werden kann – darin unterschieden sich die Ansichten. Während einige Vertreter*innen mehr Verpflichtungen und Verbindlichkeit für nötig hielten, damit Handel fair wird, setzten andere in ihrer Argumentation auf einen freien Handel – frei von Verbindlichkeiten und Verpflichtungen.

Trotz der differierenden Umsetzungskonzepte konnten sich die Podiumsgäste auf gemeinsame Ziele einigen. Diese wurden schriftlich festgehalten und von fünf der sechs Vertreter*innen der Hamburgischen Bürgerschaft sowie von den Veranstaltern unterzeichnet.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Veranstalter: Fair Trade Stadt Hamburg und Außenstelle Hamburg der Engagement Global gGmbH

Michael Westenberger (CDU), Martin Dolzer (Die Linke), Murat Gözay (Die Grünen), Tanja Busse, Michael Kruse (FDP), Barbara Duden (SPD) und Ludwig Flocken / Foto: Fair Trade Stadt Hamburg (Florian Struve)
Fair Trade Stadt Hamburg

An einem Strang ziehen für den Fairen Handel – Wissenschaft und Wirtschaft

In dem gemeinsamen Projekt „An einem Strang ziehen für den Fairen Handel“ von Fair Trade Stadt Hamburg und Akteuren der Hamburger Wirtschaft und Wissenschaft soll das Engagement von Unternehmen für den Fairen Handel sichtbarer gemacht werden. An einem Strang ziehen dabei die fünf Hamburger Einzelhändler EDEKA Niemerszein & Co. KG, HWG Hamburger Weltladen GmbH, Marlowe nature, Reformhaus Engelhardt GmbH & Co. KG und Tchibo GmbH mit den Hochschulen Akademie Mode & Design, EBC Hochschule, HAW Hamburg, Hochschule Fresenius und ISM Hochschule.

Im Wintersemester 2015/16 wird jeweils eine Studierendengruppe für ein Unternehmen ein Marketing-/Kommunikationskonzept erstellen. Das Ziel: die Entwicklung maßgeschneiderter und umsetzbarer Ideen, die Kunden*innen noch stärker auf das Engagement des Unternehmens im Fairen Handel und sein fair gehandeltes Angebot aufmerksam machen.

Das Projekt startete am 23.09.2015 an der BiTS Hochschule im Rahmen der Fairen Woche. An der Veranstaltung, bei der Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, ein Grußwort sprach, nahmen rund 80 Personen teil.

Die Abschlussveranstaltung, bei der die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden, findet am 15. Dezember 2015 um 19 Uhr an der HAW Hamburg, Versammlungsstätte Alexanderstr. 1 statt.

Die Initiative wird inhaltlich begleitet von Fair Trade Stadt Hamburg. Vermittelt wurden die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft von der Innovations Kontakt Stelle Hamburg.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Juliane Marks (Reformhaus Engelhardt), Uli Ott (Marlowe Nature), Christiane Baum (Weltladen Osterstraße) / Foto: Anika Koch (Fair Trade Stadt Hamburg)
Dr. Eva Gümbel (Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung) / Foto: Anika Koch (Fair Trade Stadt Hamburg)

An dem Projekt teilnehmende Hochschulen:

An dem Projekt teilnehmende Unternehmen:

Die Veranstaltung fand statt bei:

Programmflyer



Online: http://www.fairtradestadt-hamburg.de/faire-aktionen/faire-woche/faire-woche-2015/
Datum: 28. June 2017
© Fair Trade Stadt Hamburg